Science Camp Future Lab: Mobilität neu denken 2026
Am 2.9.2026 hat Lisa Ecke Schülerinnen und Schülern zwischen 11 und 16 Jahren im Rahmen des Science Camp Future Lab: Mobilität neu denken Einblicke in die Mobilitätsforschung gegeben. Neben einem Input zum Thema Erhebung und Analyse von Mobilitätsverhalten und der Vorstellung aktueller Forschungsprojekte des IfV wurde angeregt über die Zukunft der Mobilität diskutiert. Die Schülerinnen und Schüler haben im Rahmen des Camps ihre eigenen Visionen für zukünftige Mobilität entwickelt, zu denen sie Feedback von Forschenden einholen konnten. Es kam zu einem umfassenden Austausch und es zeigte sich, dass man die Verkehrsmittelnutzung der Vergangenheit verstehen muss, um zukünftige Mobilitätsbedürfnisse bedarfsgerecht planen zu können.
Exkursionen Verkehrstelematik
Im Rahmen der Vorlesung Verkehrsmanagement und Telematik wurden in diesem Semester drei Exkursionen angeboten. Sie boten den Studierenden die Möglichkeit, die in der Vorlesung vermittelten Inhalte in der Praxis zu erleben und verschiedene Anwendungsbereiche kennenzulernen.
Die erste Exkursion führte zum Tiefbauamt Karlsruhe. Dort wurden der Verkehrsrechner der Stadt sowie ein Steuerungskasten einer Lichtsignalanlage vorgestellt und deren Funktionsweise erläutert.
Bei der Exkursion zum KVV erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die Leitzentrale. Darüber hinaus bestand die Gelegenheit, selbst auszuprobieren, wie eine Straßenbahn gesteuert wird.
Die dritte Exkursion führt zur Firma init, einem Anbieter von Softwarelösungen für den öffentlichen Verkehr. Dort erhalten die Studierenden Einblicke in aktuelle Entwicklungen im Bereich des autonomen Fahrens sowie in die Funktionsweise eines Fahrkartenautomaten.
Konferenz WCTR in Toulouse
Die diesjährige World Conference on Transport Research fand in Toulouse statt. Unser Institut war mit acht Beiträgen in Form von Präsentationen und Postern vertreten. Damit konnten wir aktuelle Forschungsergebnisse in die internationale Fachcommunity einbringen und vielfältige Themen aus der Mobilitäts- und Verkehrsforschung präsentieren:
🔹 Data-driven spatial identification of regions with high potential for demand-responsive (autonomous) public transport as a complement to existing services. Christian Klinkhardt, Sören Braner, Martin Kagerbauer und Peter Vortisch
🔹 Data-driven Reconstruction of Freeway Control Algorithms. Josephine Grau, Claude M. Weyland, Marvin V. Baumann und Peter Vortisch
🔹 From counts to patterns: large-scale analysis and extrapolation of bicycle volumes. Jan Vallée, Gabriel Wilkes, Stefanie Kern, Martin Kagerbauer und Peter Vortisch
🔹 Synthesizing firm populations in agent-based freight demand models using statistical learning techniques. Lukas Barthelmes, Robin Andre, Adrien Beziat, Kelly Clifton, Martin Kagerbauer und Peter Vortisch
🔹 Spatial distribution of economic status in synthetic populations. Lucas Schuhmacher, Gabriel Wilkes, Martin Kagerbauer und Peter Vortisch
🔹 Agent-based modeling of return drop-off trips. Emre Görgülü, Jelle Kübler, Lukas Barthelmes, Martin Kagerbauer und Peter Vortisch
🔹 Measuring spatial variability of multi-week destination choices. Tim Wörle und Peter Vortisch
🔹 Time, trip purpose and intermodality: understanding mode choice with autonomous ride-pooling services. Ann-Sophie Voss, Nadine Kostorz-Weiss, Martin Kagerbauer und Peter Vortisch
Der Austausch mit Forschenden aus aller Welt erwies sich erneut als äußerst bereichernd und bot zahlreiche Gelegenheiten, neue Kontakte zu knüpfen sowie bekannte Gesichter wiederzutreffen.
Neben dem wissenschaftlichen Programm stellten die zusätzlichen Vorträge im Rahmen der „Industrial Insights“ sowie verschiedene Exkursionen eine spannende Ergänzung dar. Eine besondere Gelegenheit stellte für einige Teilnehmende die Besichtigung der Fertigungshallen von Airbus dar.
Kick-Off des Projekts BRAVE10K
Mit einem Treffen des Konsortiums, bestehend aus rund 20 Partnern aus Verkehr, Industrie, Digitalisierung, Forschung und Normung, startete am 1. Juli das Projekt BRAVE10K („Bedingungen für die Rahmenausschreibung, Abwicklung, Verkehrszulassung und Einführung von mehr als 10.000 öffentlichen autonomen Fahrzeugen“). Ziel des Projekts ist die deutschlandweite, flächendeckende Einführung autonomer Fahrzeuge im ÖPNV. Bei der Firma INIT in Karlsruhe, die das Projekt leitet, fand am 1. und 2. Juli das erste Treffen der Projektpartner statt. Es ging um projektübergreifende Themen wie Kommunikation, Stakeholdermanagement und Risikomanagement sowie um einen ersten inhaltlichen Austausch in den einzelnen Arbeitspaketen. Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Teil zum großen Gesamtvorhaben beitragen können!
Girls’ Day am Institut für Verkehrswesen
Am diesjährigen Girls’ Day öffnete das Institut für Verkehrswesen seine Türen und bot interessierten Schülerinnen spannende Einblicke in die Welt der Verkehrsplanung und -technik – in Kooperation mit dem Institut für Straßenwesen.
Das abwechslungsreiche Programm umfasste mehrere praxisnahe Stationen: Im Bereich Straßenentwurf beschäftigten sich die Teilnehmerinnen mit Unfallanalysen und lernten, wie sichere Straßen gestaltet werden. In der Verkehrstechnik führten sie eine Verkehrszählung durch, lernten, wie Lichtsignalanlagen (LSA) funktionieren, und schauten sich entsprechende Simulationen an. Anschließend durften sie in der Straßenbautechnik selbst aktiv werden und einen Marshall-Probekörper herstellen, um die Eigenschaften von Asphalt besser zu verstehen.
Der Girls’ Day dient dazu, Schülerinnen frühzeitig für Berufsfelder zu begeistern, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert sind, und ihnen praxisnahe Einblicke sowie Orientierung für ihre spätere Studien- und Berufswahl zu bieten.
The 17th International Conference on Ambient Systems, Networks and Technologies (ANT)
Vom 14. bis 16. April 2026 nahmen Lucas Schuhmacher, Robin Andre und Tim Wörle an der 17th International Conference on Ambient Systems, Networks and Technologies (ANT) in Istanbul, Türkei, teil. Die Konferenz bot eine hervorragende Plattform für den Austausch zu aktuellen Forschungsthemen, insbesondere im Bereich der agentenbasierten Modellierung im Verkehrswesen.
Ein besonderer Erfolg war die Auszeichnung von Robin Andre, Pia Tulodetzki und Peter Vortisch, die für das Paper mit dem Titel Fast and Scalable Population Synthesis Using Equivalence Classes and Hierarchical Distribution mit dem Best Paper Award geehrt wurden. Folgende weitere Beiträge wurden präsentiert:
- Synchronizing Demand and Supply in Agent-Based Ride-Pooling Simulations: The mobiTopp–MATSim Live Coupling von Gabriel Wilkes, Robin Andre, Nico Kühnel, Martin Kagerbauer und Peter Vortisch
- Modeling Tour-Based Mode Choice in Agent-Based Travel Demand Models von Lucas Schuhmacher, Gabriel Wilkes, Martin Kagerbauer und Peter Vortisch
- Modeling Leisure-related Agent-Place Relationships in Agent-based Travel Demand Models von Tim Wörle, Jan Ellmers, Jelle Kübler, Martin Kagerbauer und Peter Vortisch
Die Konferenzbeiträge werden in Kürze in den offiziellen Proceedings veröffentlicht. Wir danken den Organisatoren herzlich für die gelungene Durchführung der Konferenz und die inspirierende Veranstaltung.
Englischseminar 2026 in Schladming
Im Rahmen der langjährigen Institutstradition fand auch in diesem Jahr das Englisch-Seminar mit insgesamt 22 Teilnehmenden aus verschiedenen verkehrswissenschaftlichen Instituten des deutschsprachigen Raums (TU Berlin, TU München, TU Graz, Uni Stuttgart, BOKU Wien, ETH Zürich) statt.
Ziel des Seminars war es, das Verständnis sowie das Sprachgefühl der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die englische Sprache zu vertiefen, um den fachlichen Austausch mit der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft weiter zu verbessern. Im Verlauf des Seminars wurden – wie in den vergangenen Jahren – wissenschaftliche Texte übersetzt, eigene Abstracts sprachlich und stilistisch überarbeitet, fachsprachliche Diskussionen geführt, Paper-Reviews erarbeitet sowie Präsentationen gehalten. Dadurch konnten die Teilnehmenden sowohl ihre schriftlichen als auch ihre mündlichen Englischkenntnisse im wissenschaftlichen Kontext gezielt weiterentwickeln.
Austragungsort des diesjährigen Seminars war Schladming in Österreich, eine Region, die für ihre eindrucksvolle alpine Landschaft und ihre vielfältigen Wintersportmöglichkeiten bekannt ist. Neben dem intensiven Seminarprogramm bot die Umgebung zahlreiche Gelegenheiten für gemeinsame Aktivitäten wie Skifahren und winterliche Wanderungen. Diese trugen dazu bei, den fachlichen Austausch auch außerhalb der Seminarzeiten fortzusetzen und den interinstitutionellen Austausch weiter zu stärken. Insgesamt stellte das Englisch-Seminar in Schladming erneut eine sehr bereichernde Erfahrung für alle Teilnehmenden dar.





