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MOP - Das Deutsche Mobilitaetspanel

MOP - Das Deutsche Mobilitaetspanel
Ansprechpartner:

Prof. Dr.-Ing. Peter Vortisch
Dr.-Ing. Bastian Chlond
Dipl. rer. pol. techn. Christine Weiß
M.Sc. Tim Hilgert

Links:

Bild_MopAuftraggeber:        Bundesministerium für Verkehr und
                            digitale Infrastruktur (BMVI)

Projektbeginn :      1994

Projektende:          laufend

Projektpartner :      tns infratest, München

 
 

Problemstellung:

Eine effiziente Verkehrsinfrastruktur vorzuhalten und vorrausschauend weiterzuentwickeln sind die Grundgedanken der Verkehrspolitik und Verkehrsplanung. Dazu sind ständig aktuelle Informationen über das Verkehrsgeschehen und das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung nötig. Nur auf der Grundlage solcher Informationen kann die Verkehrsinfrastruktur so gestaltet werden, dass sie den Bedürfnissen der Menschen entspricht - heute und in der Zukunft.

Forschungsansatz:

Das Deutsche Mobilitätspanel (MOP) sammelt seit 1994 jedes Jahr diese notwendigen Informationen zum Mobilitätsverhalten - zum Beispiel darüber wann, wozu, mit welchem Verkehrsmittel die Menschen in Deutschland unterwegs sind. Zu diesem Zweck werden Haushalte zu ihrem Mobilitätsverhalten im Alltag befragt. Die Haushaltsmitglieder füllen ein Tagebuch aus, in dem sie alle ihre Wege im Verlauf einer Woche aufzeichnen. Mit dieser Information liefern sie einen wichtigen Beitrag zur sinnvollen Gestaltung der Verkehrssysteme. Darüber hinaus werden im MOP alljährlich die Fahrleistungen mit Kraftfahrzeugen in Privathaushalten sowie die Kraftstoffverbrauchswerte erhoben.
Einzigartig ist dabei die Anlage als Panelerhebung. Hierbei werden denselben Personen ein jedes Jahr dieselben Fragen zu ihrem Mobilitätsverhalten gestellt. Die üblicherweise als Datenbasis verwendeten wiederholten Querschnitterhebungen hingegen erfassen das Mobilitätsverhalten bei jeder Erhebung von anderen Personen. Verhaltensänderungen aufgrund politischer oder planerischer Maßnahmen ein und derselben Person (intrapersonelle Veränderungen) können jedoch nur durch eine Panelerhebung erfasst werden.
Ein weiteres Charakteristikum ist die Verwendung einer Stichtagswoche. Das Mobilitätsverhalten der Befragten wird über den Zeitraum einer Woche, der Stichtagswoche, erhoben. Da das Mobilitätsverhalten des Menschen wie viele Verhaltensweisen durch Routinen bestimmt wird, kann bereits ein Großteil der Variation durch die Beobachtung einer Woche erfasst werden. Die Erhebung an nur einem Tag kann diese Variation kaum festhalten. Die Beobachtung während einer Stichtagswoche ist u.a. bei der Beschreibung des multimodalen Mobilitätsverhaltens notwendig. Multimodalität bezeichnet hier die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel über die Zeit für unterschiedliche Wege. Da im MOP durch die Erhebung einer Woche ein Großteil der Variationen im Mobilitätsverhalten erfasst wird, kann auch ein Großteil des multimodalen Mobilitätsverhaltens abgebildet werden.

Mit dieser Form der Erhebung und dem seit nun mehr 17 Jahren quasi  unverändertem Design hat  das MOP weltweit Vorbildfunktion.