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DFG Forschergruppe: Integrierte Planung im öffentlichen Verkehr
Teilprojekt 6: Wirkung von Störungen auf Fahrgäste und Betriebsablauf

DFG Forschergruppe: Integrierte Planung im öffentlichen Verkehr
Teilprojekt 6: Wirkung von Störungen auf Fahrgäste und Betriebsablauf
Ansprechpartner:

Prof. Dr.-Ing. Peter Vortisch
Dipl.-Ing. Sebastian Buck

Links:
Projektgruppe:

DFG FOR 2083

Förderung:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Partner:

Universität Göttingen
TU Dortmund
RWTH Aachen
KIT - ITI
Universität Stuttgart
Universität Halle-Wittenberg

Starttermin:

01.01.2016

Endtermin:

31.12.2018

Das Projekt ist ein Teilprojekt der DFG Forschergruppe FOR 2083 "Integrierte Planung im öffentlichen Verkehr".

Weitere Informationen zur Forschergruppe gibt es auf den Seiten der DFG und der Universität Göttingen.

In diesem Teilprojekt werden Störungen im öffentlichen Verkehr von drei Seiten her untersucht:

Erstens wird mit Hilfe einer Stated-Preference-Befragung der Einfluss von Störungen auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmer abgeschätzt. Die Befragung wird computergestützt durch Interviewer durchgeführt, wobei die Auswahlszenarien aus zuvor bei den Probanden abgefragten tatsächlichen durchgeführten Wegen generiert werden. Aus der Befragung werden Entscheidungsmodelle abgeleitet für die Wahl des Verkehrsmittels und die Wahl der Verbindung in Abhängigkeit davon, wie zuverlässig das Angebot des öffentlichen Verkehrs ist. Außerdem wird abgefragt, wie sich Fahrgäste in verschiedenen Störungsszenarien verhalten.

Zweitens wird empirisch erhoben, welche Störungen beim Betrieb eines städtischen ÖV-Systems (Busse und Bahnen) wie häufig auftauchen. Dazu werden zunächst die Daten aus dem Betriebsleitsystem eines ÖV-Betreibers über einen längeren Zeitraum ausgewertet. Darauf aufbauend werden einzelne störungsanfällige Linien ausgewählt, für die an mehreren Betriebstagen Fahrtprotokolle durch mitfahrende Erheber aufgenommen werden. Dadurch können die Ursachen der aufgetreten Störungen genau bestimmt werden. Die so gewonnen Erkenntnisse über Häufigkeitsverteilungen verschiedener Störungsausprägungen fließen in den dritten Aspekt ein:

Für ein großes städtisches ÖV-Netz wird der Betriebsablauf unter Einbeziehung von Störungen mikroskopisch simuliert, d.h. es werden die Bewegungen aller ÖV-Fahrzeuge im Verkehr nachgebildet. Für die Simulation wird das Verkehrsnetz in einem kommerziellen Verkehrsfluss-Simulator aufgebaut, der dann über eine Programmierschnittstelle erweitert wird, um den Betriebsablauf im ÖV und die Reiseketten der Fahrgäste detailliert steuern und Störungen einspielen zu können. In der Simulation können die Auswirkungen der Störungen auf die Fahrten der Fahrgäste bestimmt werden, was wiederum bewertet werden kann auf Basis der Ergebnisse aus der obengenannten Befragung. Das so aufgebaute Simulationssystem kann verwendet werden, um ÖV-Angebote, also Linienpläne, Fahrpläne und Umlaufpläne, danach zu bewerten, wie gut sie mit Störungen umgehen können.