Institut für Verkehrswesen

Digitale Weihnachtsfeier am IfV

2020 war in vielerlei Hinsicht ein besonderes Jahr mit besonderen Herausforderungen. Zu diesen Herausforderungen gehörte auch, die alljährliche Weihnachtsfeier des IfV zum ersten Mal in ihrer Historie pandemiegerecht zu gestalten. Statt wie üblich im Seminarraum, haben wir uns dieses Mal remote getroffen, um das Jahr zusammen mit unseren Hiwis und externen Lehrbeauftragten ausklingen zu lassen. Auf ein gemeinsames Essen mussten wir zwar leider verzichten, dies tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch. Der traditionelle Jahresrückblick von Professor Vortisch und ein von den neuen Kollegen organisiertes Pubquiz – mit Fakten rund ums IfV und das Mobilitätsverhalten seiner Mitarbeiter – sorgten für beste Unterhaltung.

Workshop zur Analyse von Wirkungen neuer Mobilitätsformen auf das Verkehrsverhalten

Welche Personen nutzen bestimmte Ridepoolingangebote? Für welche Zwecke wird Carsharing genutzt? Welche Regelmäßigkeit besteht bei der Nutzung von E-Tretroller-Sharing? Und erzielen diese und andere neue Mobilitätsformen ihre Ziele in Sachen nachhaltiger Mobilität?

Zum Beginn des vom Bundesverkehrsministerium geförderten Projektes „Wirkungen neuer Mobilitätsformen auf das Verkehrsverhalten" startet das IfV zusammen mit dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) mit einem interaktiven Workshop in die außenwirksame Projektarbeit: Mit Vertretern aus Forschung, den Ministerien, Nahverkehrsverbünden und Mobilitätsanbietern entwickelten wir einen umfangreichen Analyserahmen für die neuen Mobilitätsformen weiter. Dabei spielten die Identifikation von externen und internen Einflussfaktoren auf die Nutzung der Mobilitätsformen eine Rolle, um abschließend Potentiale für den Einsatz der Mobilitätsformen abgrenzen und Wirkungen quantifizieren zu können. Anhand der beispielhaften Diskussion von Verhaltensweisen bei einzelnen neuen Mobilitätsformen wurde der Analyserahmen auf Herz und Nieren geprüft, um alle Aspekte der Nutzung im weiteren Verlauf des Projektes berücksichtigen zu können. Dabei werden umfangreiche empirische Analysen durchgeführt, der bestehende Wissensstand zusammengefasst und einzelne Hochlaufszenarien getestet, um abschließend die Potentiale der einzelnen Mobilitätsformen in Steckbriefen zusammenzufassen und übergreifende Nutzendengruppen zu identifizieren.

Vielen Dank an alle Beteiligten für den inspirierenden Austausch!

Den Link zum Artikel des BMVI finden Sie hier.

IfV auf der virtuellen IT-Trans 2020

Virtueller Messestand auf der IT-Trans 2020

Das IfV präsentiert sich auf der IT-Trans 2020. Mit einem virtuellen Messestand präsentieren wir unsere Projekte MOIA Begleitforschung, regiomove, RABus - Reallabor für den Automatisierten Busbetrieb im ÖPNV in der Stadt und auf dem Land und DFG Forschergruppe: Integrierte Planung im öffentlichen Verkehr - Teilprojekt 6: Wirkung von Störungen auf Fahrgäste und Betriebsablauf.

Zudem informierte Eva Fraedrich von MOIA bei der Taxi & Ridehailing Conference über die Ergebnisse des empirischen Teils der Begleitforschung zu MOIA.

Gastvorträge in der Vorlesung "Fern- und Luftverkehr"

Für unsere Lehrveranstaltung „Fern- und Luftverkehr“ konnten wir für dieses Wintersemester wieder eine Vielzahl an Gastbeiträgen aus Industrie und Forschung gewinnen.

Unsere Vortragenden im Überblick:

26.11.2020 DB Fernverkehr AG
Fr. Dr. Horstmeier
DB Fernverkehr AG: zwischen Corona und grünem Mobilitätswachstum  
03.12.2020 Flixmobility
Hr. Dr. Mittag
Netzwerkplanung bei der FlixMobility GmbH
07.01.2021 FZI Forschungszentrum Informatik
Hr. Dr. Sayah
Algorithmen zur Optimierung der Personaleinsatzplanung im Flugverkehr   
14.01.2021 BCG The Boston Consulting Group
Hr. Köcher
Strukturveränderungen im Luftfahrtmarkt
21.01.2021 FZI Forschungszentrum Informatik
Fr. Hess
Packplanung in der Luftfracht
28.01.2021 DFS Deutsche Flugsicherung
Hr. Pfetzing
Infrastruktur und Organisation der Flugsicherung in Deutschland  
04.02.2021 Fraport AG
Hr. Dr. Kleiner
Flughäfen als internationale und intermodale Hubs im Personenfernverkehr
11.02.2021 Lufthansa Cargo
Hr. Rossius
Netzplanung bei der Lufthansa Cargo  
18.02.2021 Lufthansa Cargo
Hr. Görl
Produktion bei der Lufthansa Cargo  

Die Vorträge finden jeweils donnerstags von 18:00-19:30 Uhr digital über Zoom statt. Studierende des KIT können über den Ilias-Kurs an der Veranstaltung teilnehmen.

Bei Fragen zur Veranstaltung sowie für weitere Informationen zur Teilnahme wenden Sie sich bitte an Miriam Magdolen.

Projektstart RABus

Übergabe Förderbescheid zum Projekt RABus (Nutzungsrechte: RABus, Fotograf: Uli Regenscheit)

Im Projekt RABus sollen hoch- und vollautomatisierte Fahrzeuge in Mannheim und Friedrichshafen mit akzeptablen Geschwindigkeiten im ÖPNV-Realbetrieb erprobt werden. Im Reallabor Mannheim liegt der Schwerpunkt auf dem automatisierten Betrieb im Mischverkehr in einem neuen Stadtquartier; im Reallabor Friedrichshafen dagegen steht der automatisierte Überlandbetrieb im Fokus Die Umsetzung und Erprobung stellt eine essentielle Verbesserung des ÖPNV dar.

Das KIT-IfV führt die wissenschaftliche Begleitforschung durch und erforscht Nachfrage, Akzeptanz und die verkehrsmittelübergreifenden Wirkungen auf den Verkehr. Im Bereich der Nutzerakzeptanz wird untersucht, inwieweit die Angebote angenommen werden und wo ggf. Vorbehalte bestehen. Ebenso wird analysiert, welche Auswirkungen das neue ÖPNV-Angebot beispielsweise auf die Substitution von Pkw-Fahrten oder die Ergänzungen anderer Verkehrsmodi hat. Im Rahmen von RABus werden mikroskopische agentenbasierte Verkehrsnachfragemodelle mit der Software mobiTopp für die beiden Reallabore Mannheim und Friedrichshafen erstellt, um die Auswirkungen darstellen zu können und weitere künftige Angebote zu bewerten. Zusätzlich wird ein abstrakteres Modell ohne konkreten Raumbezug erstellt, welches die Übertragung möglicher Wirkungen automatisierter Busse auf alle anderen Regionen Baden-Württembergs ermöglicht.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des KIT, in der Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg und auf der Projektseite.

 

 

 

Projektstart U-SARAH live

SBA Nordwestkreuz Frankfurt (Foto: Hessen Mobil Straßen- und Verkehrsmanagement)

Auf Autobahnabschnitten, die eine hohe Verkehrsbelastung und Stauanfälligkeit aufweisen, werden mit Hilfe von Streckenbeeinflussungsanlagen (SBA) dynamische Geschwindigkeitsbeschränkungen, Stauwarnungen oder Lkw-Überholverbote angezeigt. Gemeinsam mit Hessen Mobil und der EDI GmbH untersucht das IfV die Integration von Verkehrsemissionen in die Steuerung von solchen SBA. Mithilfe von mikroskopischen Verkehrsflusssimulationen können die Auswirkungen eines neuentwickelten Steuerungsalgorithmus vor einer Realimplementierung simulativ untersucht werden. Die Entwicklung und Integration eines Akzeptanz- und eines Prognosemodells soll einerseits die Reaktion der Verkehrsteilnehmenden in der Simulation realitätsnaher abbilden und andererseits die Steuerungsqualität der SBA verbessern. In einem Praxistest wird die Steuerung unter realen Bedingungen getestet und evaluiert. U-SARAH live wird im Rahmen des mFUND vom BMVI gefördert.

 

Nähere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des KIT oder auf der Projektseite.

Parlamentarischer Mittagsdialog MOIA

Parlamentarischer Mittagsdialog MOIA
Parlamentarischer Mittagsdialog MOIA

Am 26. September 2020 fand in Berlin im Beisein von Abgeordneten des Bundestags ein Parlamentarischer Mittagsdialog zum Thema Potentiale von Ridepooling statt. Der CEO von MOIA Robert Henrich und Dr. Martin Kagerbauer vom IfV diskutierten über neue Mobilitätsformen und die Rahmenbedingungen der Mobilitätswende. Unter der Leitung des IfV werden zusammen mit der TU München die Wirkungen des Ridepooling-Dienstes MOIA in Hamburg erforscht. Nähere Informationen dazu in der Projektbeschreibung.

10-jähriges Jubiläum von Prof. Vortisch und 30-jähriges Jubiläum von Dr. Chlond, 1. Juli 2020

Jubiläum 1. Juli 2020
Jubiläum 1. Juli 2020

Bereits seit 10 Jahren ist Prof. Peter Vortisch Leiter des Instituts für Verkehrswesen. Mit seiner Ernennung im Jahr 2010 zum Professor kehrte er nach 12-jähriger Berufstätigkeit bei der PTV Group an das IfV zurück, wo er unter seinem Vorgänger Prof. Zumkeller als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. Seither wurde viel bewegt: Das Institut wurde 50 Jahre alt, die Anzahl der Mitarbeiter hat sich auf aktuell 25 in etwa verdoppelt, 200 Abschlussarbeiten wurden betreut, 6 Promotionen seiner Mitarbeiter hat Peter Vortisch begleitet und seit der Corona-Pandemie findet die Lehre komplett digital statt. Zudem wurde Prof. Vortisch als Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech und in den Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur berufen. Mit einem gemeinsamen Essen und Kuchen im Freien feierte das Institut das 10. Jubiläum.

Fast gleichzeitig feierte auch Dr. Bastian Chlond seine 30-jährige Institutszugehörigkeit. Nachdem er für ein Ingenieurbüro tätig war, kehrte Dr. Chlond wenige Jahre nach seinem Abschluss an der TH Karlsruhe 1990 an die Universität zurück und treibt am IfV seither die Mobilitätsforschung voran. Wichtiger Baustein ist dabei die langjährige Betreuung des Deutschen Mobilitätspanels.

Zwei weitere Jahre Deutsches Mobilitätspanel

Kuchen

Das Institut für Verkehrswesen am KIT ist vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit der wissenschaftlichen Begleitung des Deutschen Mobilitätspanels (MOP) für den Zeitraum Dezember 2019 bis Januar 2022 betraut worden. Das MOP ist eine Längsschnittstudie zum Mobilitätsverhalten der deutschen Bevölkerung, welche seit 1994 jährlich erhoben wird. Das MOP wird seit 26 Jahren am Institut für Verkehrswesen betreut.

Weitere Informationen zum Projekt

Veröffentlichung des IfV im World Electric Vehicle Journal, Juni 2020

In der Veröffentlichung 'Electric factor - A comparison of car usage profiles of electric and conventional vehicles by a probabilistic approach' werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Fahrzeugnutzung von Elektrofahrzeugen und herkömmlichen Fahrzeugen herausgearbeitet. Die Veröffentlichung wurde im World Electric Vehicle Journal (WEVJ) unter MDPI publiziert und für das kommende Issue als Coverstory (https://www.mdpi.com/2032-6653/11/2) ausgewählt. Dies ist zum einen ein Zeichen für die Qualität der Veröffentlichung und zum anderen Ergebnis der fruchtvollen und intensiven Zusammenarbeit zwischen der BMW Group und dem KIT-IfV.

KVV startet die Testversion der Mobilitätsapp "regiomove"

Vorstellung regiomove (Foto: KVV/Paul Gärtner)

Die neue Mobilitäts-App „regiomove“ wurde am 3. März in den Räumlichkeiten des Karlsruher Verkehrsverbunds offiziell gelaunched. „Mit regiomove bieten wir den Menschen in der TechnologieRegion Karlsruhe einen einfachen Einstieg in die umfängliche Nutzung verschiedener Mobilitätssysteme und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz“, betonte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Bei einer Pressekonferenz demonstrierten der Geschäftsführer des Karlsruher Verkehrsverbunds  (KVV), Dr. Alexander Pischon und Projektleiter Dr. Frank Pagel, wie KVV-Kunden künftig mit wenigen Klicks auf dem Smartphone ihre ganz individuelle Reisekette mit verschiedensten Verkehrsmitteln finden und direkt in der neuen App buchen können. „Damit möchten wir vor allem die Stadt- Umland-Fahrten attraktiver und umweltschonender gestalten und bieten alles, außer beamen“, ergänzt Verbandsdirektor Prof. Gerd Hager vom Regionalverband Mittlerer Oberrhein. „Ab sofort werden wir regiomove mit interessierten Testnutzern aus der Bevölkerung dem Praxis-Check unterziehen, um der App den letzten Feinschliff zu verpassen. Im September, das ist unser erklärtes Ziel, soll die App dann für Alle in den App- Stores von Google und Apple verfügbar sein“, kündigte Pischon an.

Die intermodale regiomove-App mit Zugang einer Vielzahl an Mobilitätsdienstleistungen ist ein Ergebnis aus dem Projekt, in welchem das Institut für Verkehrswesen mit anderen Partnern Standorte und Dimensionierung für die „Ports“, sogenannten Mobilitätsstationen mit einer Vielzahl an Mobiltäts-und Servicedienstleistungen, bestimmt (siehe Bildhintergrund).

Exkursion zur Lufthansa Cargo, 22. Januar 2020

Exkursionsgruppe Lufthansa Cargo

Im Rahmen der Vorlesung „Fern- und Luftverkehr“ hatten die Studierenden auch dieses Jahr wieder die Chance, hinter die Kulissen der Lufthansa Cargo am Frankfurter Flughafen zu schauen.

Der Tag begann mit einer Unternehmensvorstellung, in der die Lufthansa Cargo den Studierenden sowohl das Frachtgeschäft nähergebracht als auch Möglichkeiten für einen potentiellen Einstieg in das Unternehmen dargelegt hat. Im Anschluss daran wurden die Studierenden in Kleingruppen durch den Frachtbereich der Lufthansa Cargo geführt und konnten so den kompletten Bodenabwicklungsprozess der Luftfracht nachvollziehen; angefangen von der Anlieferung der Ware, über die Sicherheitsuntersuchungen bis hin zur flugtauglichen Palettierung und Bereitstellung der Ware. Die Führung wurde auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafen fortgesetzt, auf dem die Studierenden hautnah die Be- bzw. Entladung einer Frachtmaschine miterleben durften. Natürlich durfte dabei auch ein Blick in das Cockpit der Frachtmaschine nicht fehlen.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal für die vielen nicht alltägliche Eindrücke und spannenden Informationen bei der Lufthansa Cargo bedanken.

99. TRB Annual Meeting vom 12.-16. Januar 2020

99. TRB Annual Meeting
99. TRB Annual Meeting

Traditionell zum Jahresbeginn findet mit über 13.000 Fachteilnehmern die größte verkehrswissenschaftliche Konferenz der Welt in Washington statt: Das Transportation Research Board (TRB) Annual Meeting. Das Institut für Verkehrswesen war auch in diesem Jahr mit 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort vertreten und präsentierte aktuelle Forschungsergebnisse in insgesamt acht Beiträgen und einem Workshop.

Die zwei zentralen Ferienhäuser bieten während des Aufenthalts, wie auch schon in den Jahren zuvor, ein Zuhause mit Wohlfühlatmosphäre. Auch die KIT Reception am Mittwochabend ist mittlerweile zur beliebten Tradition geworden. Gemeinsam mit nationalen und internationalen Verkehrswissenschaftlern werden auf die erfolgreichen Konferenztage angestoßen.

Mit folgenden Beiträge hat sich das IfV auf der diesjährigen Konferenz präsentiert.

Workshops

Vortisch, P. Traffic Flow Simulation: Persistent Challenges

Präsentationen

Magdolen, M., Ecke, L., Hilgert, T., Chlond, B., Vortisch, P. (2020) Identification of Non-Routine Tours in Everyday Travel Behavior

von Behren, S., Bönisch, L., Niklas, U., Chlond, B. (2020) Linking Car Owners' Affective and Instrumental Motives to Their Car Use: An Application of an Integrated Choice and Latent Variable Model

Vortisch, P. Traffic simulation between traffic engineering and automotive

Poster

Bönisch, L., von Behren, S., Chlond, B., Vortisch, P. (2020) Modification of Travel Behavior?: Capturing Relevant Factors by an Adapted Survey Approach Based on Previous Research

Magdolen, M., Wörle, T., Hilgert, T., von Behren, S. (2020) Influences of Norm and Excitement on Bike Use Behavior of High-Income People in China

Magdolen, M., von Behren, S., Chlond, B., Vortisch, P. (2020) Traveling Long Distance with Bad Conscience?: Discrepancies Between Everyday and Long-Distance Travel of Urbanites

Puhe, M., Briem, L., Vortisch, P. (2020) Simulating Social Processes: An Interdisciplinary Approach to Integrate Social Relationships into Destination Choice Modeling

von Behren, S., Wolfram, J., Vortisch, P. (2020) Travel Mode Attitudes and Their Influence on the Use of On-Demand Mobility for Commuting: A Case Study in Eight Chinese Cities