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Das IfV

Historischer Hintergrund

Das Institut für Verkehrswesen (IfV) kann in seiner Tradition bis auf die Gründung der Polytechnischen Hochschule Karlsruhe im Jahre 1825 zurückblicken. Der Bereich Stadtbauwesen, der neben dem engeren Städtebau die Siedlungswasserwirtschaft und die Erstellung von Verkehrswegen umfasste, wurde jedoch bereits 1912 in die Bereiche Straßen- und Eisenbahnwesen sowie Städtebau und städtischer Tiefbau untergliedert. In den 50er Jahren wurde diese Zweiteilung als den Erfordernissen nicht mehr angemessen angesehen. Es erfolgte eine Aufteilung auf insgesamt fünf Institute, in dessen Folge das Institut für Verkehrswesen 1962 unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Leutzbach gegründet wurde. Ein geschichtlicher Abriss über das Institutsgebäude findet sich im Stadtwiki Karlsruhe.




Schwerpunktthemen am Institut


Das Institut für Verkehrswesen befasst sich mit Fragen des Verkehrssektors, die von gesamtgesellschaftlich begründeten Planungskonzepten bis hin zu technischen Problemen des Verkehrs reichen. Mit einem interdisziplinär angelegten Konzept wird das Ziel verfolgt, den Verkehr effizient und nachhaltig zu organisieren. Dies bedeutet für das Miteinander aller Verkehrsmittel, die zur Ortsveränderung von Personen, Gütern und Nachrichten zur Verfügung stehen, kurz-, mittel- und langfristig angelegte Prognosen zu entwickeln und darauf die Planung von Verkehrswegen aufzubauen.

Die entsprechenden Themenschwerpunkte des Instituts lassen sich aufteilen in:

  • Empirische Mobilitätsforschung
  • Verkehrsplanung und Prognosen
  • Verkehrskonzepte und -einsatzfelder
  • Verkehrstechnik
  • Verkehrsmesstechnik
  • Verkehrstelematik / -informatik
  • Akzeptanzuntersuchungen
  • Beurteilung von Maßnahmen


Dabei reichen die methodischen Grundlagen von analytischen Ansätzen bis hin zu komplexen Simulationen, wobei die Grundlagen für eine modellhafte Abbildung oft erst durch umfangreiche Mess- und Erhebungstechnik mit langjähriger Erfahrung geschaffen werden. Damit werden Fragen des Verkehrswesens in unterschiedlichster Skalierung und hinsichtlich verschiedenster Zeithorizonte behandelt.

Da im Verkehrswesen aufgrund der Komplexität der Fragestellungen und der weitreichenden Wirkungen von Maßnahmen experimentelle Eingriffe in die Wirklichkeit in der Regel ausscheiden, dominieren Simulationsmodelle die verkehrswissenschaftliche Arbeit.

Sowohl mit öffentlichen Planungsstellen und Forschungsorganisationen als auch mit entsprechenden Zweigen der Privatindustrie arbeitet das Institut seit vielen Jahren erfolgreich zusammen.


Lehre und Forschung

Das Lehrangebot des Instituts für Verkehrswesen ist innerhalb der Vertiefungsrichtung „Raum- und Infrastrukturplanung“ an der Fakultät gemeinsam mit Angeboten anderer Institute zu sehen: Während das Institut für Straßen- und Eisenbahnwesen (ISE) in der Lehre in erster Linie die notwendigen Kenntnisse für die bauliche Erstellung der Verkehrsinfrastrukturen vertritt und das Institut für Städtebau und Landesplanung (ISL) den Aspekt der Vorgabe von Gelegenheiten im Raum akzentuiert, bietet das Institut für Verkehrswesen (IfV) in der Lehre die Methoden zur Bestimmung der Verkehrsnachfrage als Vorgaben für die Infrastrukturbelastung sowie die technischen Grundlagen und Verfahren zur Steuerung, Beeinflussung und Abwicklung der Nachfrage an.

Der Themenbereich innerhalb des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) wird durch das Institut für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung (IWW) an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften ergänzt. Dort werden Methoden und Zusammenhänge des Verkehrswesens auf einem makroskopischen Niveau (gesamte Volkswirtschaft, Aggregate) im Zusammenwirken zwischen Verkehrsangebot und der Verkehrsnachfrage vermittelt, während am IfV die Betrachtung und Darstellung des Verkehrswesens aus einer mikroskopischen Sicht (Individuen, Einzelfahrzeuge, Netzausschnitte, Knotenpunkte) im Vordergrund steht.