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MOIA Begleitforschung

MOIA Begleitforschung
Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Martin Kagerbauer
M.Sc. Nadine Kostorz
M.Sc. Gabriel Wilkes

Förderung:

MOIA GmbH

Partner:

Technische Universität München (TUM), Lehrstuhl für Verkehrstechnik

Starttermin:

1.7.2019

Endtermin:

30.6.2021

MOIA Begleitforschung

Mobility-On-Demand ist eines der wichtigsten Forschungs- und Entwicklungsthemen im Verkehrsbereich der letzten Jahre. Erste Anbieter von Ridepooling-Diensten, wie z.B. MOIA, sind bereits am Markt aktiv und bieten ihre Dienste dem Kunden an. Ridepooling-Services wirken stark auf individueller Ebene. Gerade der Wandel von der klassischen individuellen Mobilität mit im Besitz befindlichen Fahrzeugen hin zu kollektiven Mobilitätsformen wie Carsharing oder Ridepooling erfordert deswegen eine Fokussierung auf die Wechselwirkungen der individuellen Mobilitätsbedürfnisse. Zudem wird die Mobilität zunehmend von nationalen und regionalen bzw. kommunalen Regelungen und Reglementierungen beeinflusst. Auch diese Regularien, die u.a. personen- (z.B. Pendler, Altersgruppe) bzw. fahrzeugspezifisch (z.B. Antriebsart, Automatisierung) oder allgemein (dynamisches Pricing) sind, müssen in künftigen Modellen berücksichtigt werden.

 

MOIA betreibt in Hamburg eine Flotte von derzeit 450 Elektrofahrzeugen, die Fahrtwünsche von Personen kombiniert und somit Ridepooling anbietet. Im Rahmen der Begleitforschung für MOIA wurde in der ersten Phase eine empirische Online-Erhebung von bisherigen Nutzerinnen und Nutzern (deutschlandweit) und Nicht- Nutzerinnen/Nutzern (Raum Hamburg) konzipiert und mit über 12.000 Teilnehmenden erfolgreich durchgeführt. Sie dient der Untersuchung der Soziodemographie der Nutzerinnen und Nutzer sowie deren Mobilitätsverhalten sowie der Evaluation des bisherigen Services. Des Weiteren enthielt die Befragung ein Choice Experiment zur Analyse von Preis- und Fahrzeitsensitivitäten bezüglich neuer Mobilitätsdienste (u.a. MOIA, E-Scooter, Bike- und Carsharing).

 

Im nächsten Schritt wird ein mikroskopisches agentenbasiertes Verkehrsmodell mit mobiTopp erstellt. Es ermöglicht, sowohl die individuelle Verkehrsnachfrage in verschiedenen Szenarien als auch Auswirkungen auf kollektiver Ebene, sowie deren Wechselwirkungen mit kommunalen Reglementierungsmöglichkeiten, darzustellen. Es beinhaltet alle Entscheidungen von der Verkehrsentstehung bis hin zur Routenwahl im Verkehrsnetz. Mit konventionellen, rein makroskopischen Verkehrsmodellen ist dies aufgrund der mangelnden Fähigkeit der Abbildung von Wechselwirkungen auf individueller Ebene nur sehr eingeschränkt möglich. Somit ist für die geplante Begleitforschung der Aufbau von speziellen Modellen erforderlich, die derzeit nicht standardmäßig verfügbar sind. Für die Begleitforschung ist Erstellung eines maßgeschneiderten, integrierten, multi- und intermodalen Verkehrsmodells mit mobiTopp geplant.