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Bachelorarbeiten

Fernverkehr im deutschen Fernstraßennetz - Wo findet Wachstum statt, wo Schrumpfung? Problembeschreibung
Die Nachfrage im Alltagsverkehr und die Pkw-Nutzung stagniert, allerdings ergeben sich aus der Auswertung z.B. der Fahrleistungserhebung und der Tankbucherhebung im Mobilitätspanel summarisch Fahrleistungszuwächse von Kraftfahrzeugen. Für diese Fahrleistungszuwächse kann angenommen werden, dass diese in erster Linie im Fernverkehr stattfinden.
Allerdings fällt eine Differenzierung von Fahrleistungen im Alltags- und im Fernverkehr schwer, da das deutsche Fernstraßennetz sowohl von Fahrzeugen im Alltagsverkehr (z.B. Pendlerrouten), aber auch im Fernverkehr (großräumige Verbindungen) sowie vom Güterverkehr genutzt wird. Dabei ergegen sich im Netz  - je nach der verkehrlichen Funktion eines Netzabschnittes – an unterschiedlichen Orten unterschiedliche Mischungen asu unterschiedlichen Verkehrsarten.
Auf Deutschlands Autobahnen und außerörtlichen Bundesstraßen werden an automatischen Zählstellen alle Fahrzeuge permanent gezählt. Je nach eingesetztem Gerätetyp können Fahrzeugarten unterschieden werden. Die Daten werden von den Bundesländern erhoben und der BASt quartalsweise übermittelt. Auf dieser Basis werden Jahresfahrleistungen und durchschnittliche tägliche Verkehrsstärken (DTV) berechnet. Die Daten bilden eine wichtige Grundlage für verkehrs- oder bautechnische Entscheidungen und Maßnahmen. Quelle hierzu: https://www.bast.de/BASt_2017/DE/Verkehrstechnik/Fachthemen/v2-verkehrszaehlung/Daten/2015_1/Jawe2015.html?nn=1819490
Auf Grundlage dieser Daten ist erkennbar, dass die Fahrleistungen auf Bundestraßen stagnieren, im BAB-Netz allerdings erhebliche Fahrleistungszuwächse erkennbar sind. Diese summarisch ermittelbaren Fahrleistungszuwächse finden aber absehbar nicht auf allen Netzelementen im BAB-Ne z statt. Hier dürften sich unterschiedliche Entwicklungen je nach Funktion eines Netzelementes ergeben.

Aufgabenstellung
Vor dem Hintergrund der Problembeschreibung ist es Aufgabe, die Dauerzählstellen zunächst nach Fernverkehrsrelevanz zu ordnen und zu sortieren (Quelle z.B. Pinkofsky: https://d-nb.info/97917323X/34). Für diese Zählstellen sind die relevanten Verkehrsarten im Hinblick auf ihre Veränderungen in den zurückliegenden Jahren zu analysieren. Die Ergebnisse sind entsprechend aufzubereiten und zu aggregieren und zu interpretieren.
Darauf aufbauend sind Abschätzungen vorzunehmen, wie groß die Zuwächse in den summarischen Fahrleistungen im Personenfernverkehr mit Pkw sind, und auf welchen Streckenelementen / Netzanteilen von Rückgängen der Verkehrsstärken und Fahrleistungen ausgegangen werden kann.
Die Arbeit ist zunächst als Bachelorarbeit konzipiert und soll damit die exemplarische Vorgehensweise und Machbarkeit explorativ aufzeigen: Mit einer erheblich größeren Bearbeitungstiefe, insbesondere in Bezug auf die Vollständigkeit der Betrachtung von Dauerzählstellen und Daten sowie unter Berücksichtigung von raumstrukturellen Prozessen ist eine Bearbeitung auch als Masterarbeit denkbar.

Chlond, Bastian (IFV)
Open Data - Analyse und Potentialabschätzung Verkehrsnachfragemodelle sind unverzichtbare Werkzeuge in der Verkehrsplanung zur Abschätzung der Wirkungen von Maßnahmen, Innovationen und Entwicklungen. Agentenbasierte Verkehrsnachfragemodelle benötigen dafür detaillierte Eingabedaten. Diese müssen in aller Regel von verschiedenen offiziellen Stellen manuell bezogen werden. In den letzten Jahren sind verschiedene Datenportale entstanden, auf denen Daten von Behörden und öffentlichen Einrichtungen kostenlos zugänglich sind. Diese sogenannten OpenData Portale, wie beispielsweise govdata.de, könnten daher eine geeignete Datengrundlage für die Verkehrsnachfragemodellierung bieten. Im Rahmen dieser Bachelorarbeit soll analysiert werden, in wie weit und in welcher Form die notwendigen Daten für eine (mikroskopische) Verkehrsnachfragemodellierung bereits online verfügbar und automatisiert abrufbar sind. Als Grundlage soll zunächst eine wissenschaftliche Recherche über OpenData Portale durchgeführt werden. Zusätzlich soll in einer detaillierten Übersicht dargestellt werden, welche Eingabe- und Kalibrierungsdaten warum für ein agentenbasiertes Verkehrsnachfragemodell notwendig sind. Anschließend sollen mögliche Quellen für diese Daten gesucht und beurteilt werden.

Briem, Lars (IFV); Heilig, Michael (IFV) 

 

Tourismus in Deutschland - Eine Analyse zur Abschätzung der tourismusbedingten Verkehrsvolumina in Deutschland

Die Verkehrsnachfrage auf der Infrastruktur in Deutschland wird nicht nur durch die in Deutschland lebende Wohnbevölkerung bestimmt , sondern in nicht unerheblichen Teilen durch Touristen aus anderen Ländern.

Ausmaß (Anzahl Reiseereignisse) und Struktur (Arten von Reisen; Herkunft der Reisenden, benutzte Verkehrsmittel) der Nachfrage der Nicht-Wohnbevölkerung im Tourismus in Deutschland sind jedoch nicht klar definiert und nicht eindeutig und widerspruchsfrei statistisch belegt:

Vor dem Hintergrund der Situationbeschreibung besteht die Aufgabe der Bachlorarbeit darin, unterschiedliche Daten- und Informationsquellen zu indentifizieren, deren Widersprüche aufzuzeigen und die Daten und Informationen zu einem weitgehend konsistenten Abbild des Tourismus in Deutschland zu verdichten.

Vorarbeiten und relevante Datenquellen werden vom IfV benannt. 

Chlond, Bastian (IFV)