Akzeptanz und Wirkung von Parkgebühren – eine qualitative Analyse

  • Zum 01.06.2026 steigen die Parkgebühren im Karlsruher Innenstadtbereich um 50 %. Damit kostet eine Stunde Parken künftig bis zu 6 €. Aus verkehrsplanerischer Sicht kann die Maßnahme mit der Lenkungswirkung von Preisen begründet werden. Durch höhere Gebühren können Anreize geschaffen werden, auf den Umweltverbund umzusteigen oder Parkmöglichkeiten außerhalb des unmittelbaren Stadtzentrums oder in Parkbauten zu nutzen. Gleichzeitig dient die Maßnahme aus politischer Perspektive jedoch auch der Konsolidierung des städtischen Haushalts. Ziel der Abschlussarbeit ist es, die Wahrnehmung und Akzeptanz der erhöhten Parkgebühren zu untersuchen. Im Mittelpunkt stehen qualitative Interviews mit relevanten Akteursgruppen, beispielsweise Pkw-Nutzenden, dem Einzelhandel oder politischen und verwaltungsseitigen Stakeholdern. Hierfür ist ein Interviewleitfaden zu entwickeln und anzuwenden. Die erhobenen Interviews sollen anschließend systematisch ausgewertet werden, um Einstellungen zur allgemeinen Parksituation, zur Gebührenerhöhung sowie mögliche Verhaltensänderungen herauszuarbeiten. Dabei sollen insbesondere Akzeptanz, Gerechtigkeitswahrnehmungen und potenzielle Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten untersucht werden. Die qualitative Analyse kann zudem durch eine quantitative Betrachtung ergänzt werden, etwa anhand von Parkticketverkäufen, Parkhausauslastungen oder der Anzahl von Verwarnungen und Strafzetteln vor und nach der Gebührenerhöhung.