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KIRA – KI-basierter Regelbetrieb autonomer On-Demand-Verkehre

  • Ansprechperson:

    Dr.-Ing. Martin Kagerbauer

    M.Sc. Pia Tulodetzki

    M.Sc. Ann-Sophie Voss

    M.Sc. Tim Wörle

  • Förderung:

    Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV)

  • Projektbeteiligte:

    DB Regio Bus Mitte GmbH

    Deutsches Zentrum für Luft- und Raum-fahrt e.V. (DLR) - Institut für Verkehrsforschung (VF)

    Deutsches Zentrum für Luft- und Raum-fahrt e.V. (DLR) - Institut für Verkehrssystemtechnik (TS)

    Verband deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV)

    HEAG mobilo

    Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF)

    Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV)

    Deutsche Bahn

  • Beginn:

    2023

  • Ende:

    2024

Mobileye
Problemstellung

Neue technische Entwicklungen sowie der im Jahr 2022 mit der AFGBV finalisierte Rechtsrahmen zum autonomen Fahren in Deutschland ermöglichen erstmals einen flächendeckenden Regelbetrieb autonomer On-Demand-Flotten in festgelegten Betriebsbereichen. Für die erfolgreiche, sichere und verkehrlich wirksame Umsetzung sind heute wesentliche Fragestellungen in Bezug auf technische, operative und planerische Prozesse im Rahmen der Genehmigung und des Einsatzes autonomer On-Demand-Flotten zu klären. Darunter fallen etwa die Fragen nach der operativen Einbindung in bestehende Angebote und nach der Gestaltung einer technischen Aufsicht der Fahrzeuge. Des Weiteren existieren bisher keine Erfahrungen aus realen Betrieben, wer die autonomen Angebote nutzen würde und wie sich das Verhalten von Nutzenden durch die Automatisierung verändert. Wesentliches planerisches Wissen über die Gestaltung und Dimensionierung autonomer On-Demand-Verkehre im Einklang mit dem bestehenden Raum und eine Ausrichtung auf möglichst ökologische, ökonomische und soziale verkehrliche Wirkungen existieren bisher noch nicht.

Projektziel

Ziel des Projekts ist die erstmalige Erforschung von autonomen On-Demand-Flotten im ÖPNV unter verkehrlichen Realbedingungen. Im Fokus stehen die Entwicklung und Erprobung erforderlicher technischer, operativer und regulatorischer Prozesse.

Das Ziel der Begleitforschung des KIT ist dabei die Untersuchung von Nutzungsintention und Verkehrsverhalten der Bevölkerung im Rahmen der autonomen On-Demand-Verkehre. Darauf aufbauend werden Prognosen für die Gestaltung des Verkehrssystems mit autonomen On-Demand-Verkehren erstellt. Die im Rahmen der Erprobung und Begleitforschung zu erwartenden Forschungsergebnisse leisten einen essenziellen Beitrag, um autonome On-Demand-Verkehre im ÖPNV zu etablieren und damit das ÖPNV-Angebot zu verbessern. Dies leistet einen Beitrag zur nachhaltigen und barrierefreien Transformation der Mobilität.

Methode

Im Projekt werden sechs autonome Fahrzeuge sowohl im ländlichen als auch städtischen Raum eingesetzt. Zur Untersuchung der Akzeptanz des neuen Angebots durch die Bevölkerung sowie der verkehrlichen Wirkungen werden Verkehrserhebungen im Rahmen der (autonomen) On-Demand-Angebote durchgeführt, um bestehendes und zukünftig mögliches Verhalten zu erfassen. Diese Grundlage in Kombination mit Nutzungsdaten der Anbieter wird für die Analyse von Determinanten des Verhaltens verwendet. In einem weiteren Schritt werden Verhaltensmodelle erstellt, welche in das agentenbasierte Verkehrsnachfragemodell, dass für die Planungsregion erstellt wird, integriert werden. Dieses Modell ermöglicht eine detaillierte Abbildung von verkehrsrelevanten Entscheidungen von der langfristigen Wahl des Arbeitsplatzes über den Zeitkartenbesitz bis hin zur Wahl des Verkehrsmittels für einen bestimmten Weg. Mit dem erstellten Modell werden Prognosen für zukünftige Zustände erstellt, in denen autonome On-Demand-Verkehre in unterschiedlichen Konfigurationen umgesetzt werden. Der Bezug zu Gebiets – und Verhaltenscharakterisitiken ermöglicht letztendlich einen Transfer der Erkenntnisse über die Planungsregion hinaus.