Analyse der veränderten Nutzung von Kraftfahrzeugen während der Corona-Situation

  • Typischerweise unterliegen Kraftfahrzeuge bestimmten Nutzungsmustern und Fahrtzwecken, je nach Art eines Fahrzeugs (Größe, Alter, Segment), aber insbesondere auch aufgrund der sozio-demographischen Eigenschaften der Halter und eben der spezifischen Nutzung (Häufigkeiten der Nutzung, Fahrtweitenverteilungen. Aus den Erhebungen des Deutschen Mobilitätspanels liegen Angaben sowohl zu individuellen Eigenschaften von Personen und deren Mobilität einschließlich der Kfz-Nutzung im Verlauf einer Woche sowie im Ansatz die Informationen zur Pkw-Nutzung (Tankbuch- und Fahrleistungserhebung) über den Verlauf von 8 Wochen vor. Bereits erfolgte Verknüpfungen der beiden Datensätze lassen eine Einteilung nach typischen Nutzungsmustern zu und damit eine Einschätzung, wofür Fahrzeuge hauptsächlich genutzt werden (Eisenmann, Bühler et al.; Niklas et al.). In der COVID-Pandemie-Situation hat sich Mobilitätsverhalten gravierend gewandelt. Daher ist es relevant zu wissen, in welchem Umfang Fahrzeuge verändert eingesetzt werden aber auch aber welche Nutzungen entfallen sind (Fahrtzwecke). Aus den Fahrleistungs- und Tankbucherhebungen des MOP ist bereits absehbar, dass die Fahrleistungen in der Corona-Krise rückläufig waren, a priori ist jedoch nicht bekannt, worin die Rückgänge der Fahrleistungen bestehen. Aufgabenstellung In der Masterarbeit sind zunächst die Nutzungsmuster bzw. überwiegenden Nutzungen/Nutzungsaufteilungen von Kfz zu bestimmen, um anschließend eine Einschätzung vornehmen zu können, in welchen Bereichen (Z.B.: Berufspendelwege oder Dienstreisen) im Rahmen der veränderten Fahrzeugnutzungen unter Corona-Lockdown-Bedingungen Veränderungen der Fahrleistungen erwartet werden können Entspechend der Problembeschreibung ist zu bestimmen, für welche typischen Nutzungsmuster (Fahrtzwecke oder Aktivitäten) bestimmte Kfz üblicherweise gebraucht werden. Damit kann abgeleitet werden, durch welche (überwiegenden) Fahrtzwecke sich Reduktionen in den Fahrleistungen während der Pandemie-Situation ergeben haben dürften. Hierzu sind die Schritte wie folgt durchzuführen: a) Aufbereitung des Wissensstands zu Fahrzeugnutzung und geeigneten beschreibenden Indikatoren sowie anderer Quellen zu Verhaltensänderungen bei der kfz-Nutzung während Corona. b) Generierung relevanter Indikatoren und Kenngrößen zur Kfz-Nutzung aus den vorliegenden MOP-Daten (Alltags- und Tankbucherhebung), welche geeignet sein können, eine Nutzung zu beschreiben. c) Verknüpfung der Indikatoren aus beiden Datenquellen d) Formulierung von Regeln, welche Nutzungsmischung oder die überwiegende Nutzung, bei einer Interpretation der Indikatoren in Kombination zu erwarten sind. e) Anwendung alternative Ansätze: a. Regelbasierte Zuordnung. b. Zuordnung aus geeigneten Machine-Learning-Verfahren (Festlegung von Fahrzeugen mit eindeutigen Nutzungsmustern, Trainieren eines geeignete Machine-Learning-Verfahrens, Anwendung des Verfahrens auf Fahrzeuge f) Anwendung auf Fahrzeuge, über die vollständige Informationen im MOP in der Jahresstichprobe 2017 und 2018 vorliegen. g) Identifikation von Wiederholerfahrzeugen 2018 nach 2019, 2017 nach 2019 h) Analyse der Fahrleistungsveränderungen i) Interpretation der Ergebnisse Relevante Auswertecodes in SAS zur Bearbeitung der MOP-Daten liegen vor!