Veränderungen von zeitlichen Mustern in der Alltagsmobilität in der COVID-19-Pandemie

  • Die Alltagsmobilität der Deutschen ist zu großen Teilen von festen (zeitlichen) Mustern geprägt. So führt beispielsweise der geregelte Arbeitsalltag vieler Erwerbstätiger zu regelmäßigen Pendelwegen zu festen Uhrzeiten. Die zeitlichen Muster der Alltagsmobilität können, differenziert nach Wegezweck und Wochentag, als sogenannte Tagesganglinien visualisiert werden. Die Daten des Deutschen Mobilitätspanels (MOP) zeigen, dass die Tagesganglinien in den Jahren vor 2019 jeweils nahezu identisch waren. Durch die COVID-19-Pandemie wurde jedoch der Alltag vieler Menschen auf den Kopf gestellt, weshalb sich in den Jahren 2020 und 2021 auch die Tagesganglinien im Vergleich zu den Vorjahren verändert haben dürften. Hierauf deuten auch bereits Studien aus mehreren Ländern hin. Mit den Daten des MOP wurde eine solche Auswertung für die Alltagsmobilität der Deutschen jedoch bisher noch nicht durchgeführt.

    Im Rahmen dieser Arbeit soll deshalb mithilfe der Daten des MOP untersucht werden, inwieweit sich die zeitlichen Muster der Alltagsmobilität der Deutschen durch die bzw. während der COVID-19-Pandemie verändert haben. Hierzu sollen nach Wegezwecken und Wochentagen differenzierte Tagesganglinien für die Jahre 2020 und 2021, sowie für die Jahre vor dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie, erzeugt und miteinander verglichen werden. Für die festgestellten zeitlichen Verschiebungen bzw. Veränderungen bestimmter Tagesganglinien sollen, wenn möglich, die wahrscheinlichen Auslöser identifiziert werden. Die aus der Untersuchung gewonnenen Erkenntnisse sollen zudem in abstrahierter Form mit den Ergebnissen ähnlicher Studien verglichen werden.