2006: Ludwigshafen an den Rhein - Entwicklungsperspektiven für den Zollhofhafen

Das Projekt Integriertes Planen 2006 fand auf dem für eine Entwicklung freigewordenen Areal "Zollhofhafen" in Ludwigshafen statt. Die Entwicklung der Stadt hin zum Wasser, ein Trend, der vielen Städten aktuell ist, sollte an der realen und derzeit für die Stadtentwicklung Ludwigshafens aktuellen Fragestellung integriert angegangen werden.

Seit Ende 2004 steht der so genannte „Zollhofhafen“ in Ludwigshafen zur Disposition. Dieses Gelände mit der Größe von 10 ha liegt direkt an der Innenstadt und birgt für die Stadt Ludwighafen die einmalige Chance, sich dem Rhein zu öffnen. Die Innenstadt, die in den letzten Jahren strukturell immer mehr unter Druck geriet, kann durch die Entwicklung dieses Areals zusätzlich neue Entwicklungsimpulse erhalten.
Der Rhein als Teil des Stadtnamens ist für Ludwigshafen seit jeher hinter einem Riegel aus Hafen- und Industrieanlagen verborgen geblieben. Die logistische und industrielle Nutzung des Ludwigshafener Rheinufers führte zu dem Umstand, dass man, obwohl mit der Innenstadt direkt am Rhein gelegen, diese direkte Lage am Wasser praktisch nicht erfahren kann.
Um die Chancen, die sich aus einer Entwicklung des Zollhofhafens ergeben, auch bestmöglich zu nutzen, ist es für die Stadt Ludwigshafen wichtig, Lösungsmöglichkeiten und Risiken einer Entwicklung des Geländes zu kennen. Neben dem Umgang mit dem Areal des ehemaligen Zollhofhafens und allen Fragen die sich daraus ergeben, ist eine Einschätzung der Auswirkungen auf die angrenzende Innenstadt und deren Nutzungen und auf die Verkehrssysteme wichtig.
Dazu ist eine integrierte Herangehensweise notwendig, welche sich nicht nur auf den Zollhofhafen selbst, sondern auch auf die angrenzende Innenstadt mit Ihrer Struktur und Nutzungen sowie der Bedeutung des Geländes für das Doppeloberzentrum und die Rhein-Neckar-Region beschränkt. Gemeinsam müssen also raum- und städtebauliche Aspekte mit Fragen des Anschlusses des Gebietes an die technische Infrastruktur und die vorhandenen Verkehrsnetze betrachtet werden.