2008: Bahnstadt Bruchsal - Potenzial zur Innenstadterweiterung

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Die Bruchsaler Innenstadt wurde kurz vor Ende des 2. Weltkrieges bei einem Bombenangriff stark zerstört und in den 1950er Jahren im Sinne der Nachkriegsmoderne und weitestgehend auf dem altem Stadtgrundriss wieder aufgebaut.

Der bereits 1843 eröffnete Bahnhof an der Bahnlinie Heidelberg - Karlsruhe stellt bis heute einen wichtigen Knotenpunkt zwischen Heidelberg, Karlsruhe und Stuttgart dar. Während sich im Laufe der Jahrzehnte im Bereich westlich des Bahnhofs mit dem dort liegenden Güterbahnhof haupt­sächlich Gewerbe angesiedelt hat, ist in dem in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt gelegenen östlichen Bereich überwiegend Misch- bzw. Wohnnutzung vorzufinden. Die städtebauliche Ent­wicklung vollzog sich somit bei stetig wachsender Einwohnerzahl überwiegend östlich des Bahn­hofs.

Der Güterbahnhof wurde bereits vor Jahren stillgelegt. Im Rahmen von Umstrukturierungen der Deutschen Bahn AG wurden die Flächen östlich der Bahngleise zwischenzeitlich entwidmet und können jetzt einer neuen Nutzung zugeführt werden. So fanden bereits Verhandlungen mit Investoren statt, die darauf abzielten, die Flächen auf der Ostseite südlich des Bahnhofsgebäudes u.a. als Einzelhandelsstandort zu entwickeln. Aufgrund von Widerstand aus der Bevölkerung, der im Wesentlichen aufgrund der geplanten verkehrlichen Anbindung des Bereichs an das über­geordnete Straßennetz ausgelöst wurde, beschloss der Gemeinderat diese Planungen nicht weiterzuverfolgen.
Anfang dieses Jahres hat der Oberbürgermeister der Stadt Bruchsal, Herr Bernd Doll, erneut betont, dass unter dem Arbeitstitel „Bahnstadt Bruchsal“ eine städtebauliche und verkehrliche Neuordnung der Bereiche westlich und östlich des Bahnhofs angestrebt werden soll.