Institut für Verkehrswesen

Dienstwagennutzung im zeitlichen Längsschnitt

  • Problemstellung Der deutsche Automobilmarkt hat für die deutschen Premiumautohersteller eine herausragende Bedeutung. Insbesondere das Dienstwagensegment ist dabei von besonderer Wichtigkeit, da dieser Markt eine hohe Profitabilität verspricht. Gleichzeitig fallen aufgrund von Pauschalbesteuerungsmodellen („Dienstwagenregelung“) für den Dienstwagenbesitzer oftmals keine oder nur geringe Kosten an, wenn der Dienstwagen für private Fahrten genutzt wird. Folglich ist für Haushalte, die über einen Dienstwagen verfügen, die Pkw-Nutzung kostengünstiger und komfortabler als die Nutzung anderer Verkehrsmittel. Es ist daher anzunehmen, dass sich das Mobilitätsverhalten von Haushalten mit Erhalt oder Wegfall eines Dienstwagens verändert. Auch über die allgemeine Nutzung der Dienstwagen in der Alltagsmobilität liegen bisher wenige Informationen vor. Es ist ferner anzunehmen, dass der Besitz eines Dienstwagens nur auf Personen und Haushalte mit bestimmten soziodemografischen Eigenschaften zutreffend ist. Zusätzlich besteht wenig Wissen darüber, ob sich die Eigenschaften dieser Gruppen in den letzten Jahren verändert haben. Aufgabenstellung Ziel dieser Bachelorarbeit ist es herauszuarbeiten, inwiefern sich das Mobilitätsverhalten von Haushalten und Personen mit Dienstwagen gestaltet und wie es sich in den letzten Jahren verändert hat. Auch etwaige Veränderungen im Mobilitätsverhalten von Haushalten durch den Erhalt oder die Abschaffung eines Dienstwagens im Betrachtungszeitraum sind zu identifizieren und zu untersuchen. Ebenfalls sind die soziodemographischen Eigenschaften der Haushalte mit Dienstwagen sind zu ermitteln. Für die Analysen stehen die Daten des Deutschen Mobilitätspanels der letzten 20 Jahre zur Verfügung, mit welchen geeigente Untersuchungen im zeitlichen Längsschnitt durchgeführt werden können. Die Daten sind quantitativ zu untersuchen und zu interpretieren.